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80 neue Fachkräfte starten ins Berufsleben


05. August 2026

GGSD Coburg verabschiedet Absolvent*innen der Erzieherinnenausbildung sowie der Heilerziehungspflege und Heilerziehungspflegehilfe

Mit einer feierlichen Abschlussveranstaltung im Kulturzentrum Witzmannsberg verabschiedete die GGSD Coburg insgesamt 80 Absolvent*innen. Ihre Abschlüsse erhielten 54 angehende Erzieher*innen der Fachakademie für Sozialpädagogik (FAKS), 18 Absolvent*innen der Heilerziehungspflege (HEP) sowie 8 Absolvent*innen der Heilerziehungspflegehilfe (HEPH). Gemeinsam mit Familien, Freund*innen, Praxisanleiter*innen und Lehrkräften feierten die zukünftigen Fachkräfte ihren erfolgreichen Ausbildungsabschluss.

Schulleiterin Saskia Kaller gratulierte den Absolventinnen zu ihrem erreichten Meilenstein und spannte in ihren Ansprachen einen Bogen zwischen Ausbildung und Berufseinstieg. Dabei griff sie die Leitgedanken der beiden Feiern auf: Während bei den angehenden Erzieherinnen das Motto „Ist das Ziel erreicht, wird aus der Ziellinie eine Startlinie“ von Ernst Ferstl im Mittelpunkt stand, begleitete die Absolvent*innen der Heilerziehungspflege und Heilerziehungspflegehilfe ein Zitat der Schriftstellerin Anaïs Nin über den Mut zur Entwicklung und Veränderung.

Verantwortung übernehmen und Menschen begleiten
In ihrer Rede an die angehenden Erzieher*innen betonte Saskia Kaller die besondere Verantwortung pädagogischer Fachkräfte. Sie begleiten Kinder, Jugendliche und Familien in wichtigen Lebensphasen und gestalten Bildungs- und Entwicklungsprozesse aktiv mit. Entscheidend seien dabei Vertrauen, Verlässlichkeit und die Bereitschaft, Menschen ernst zu nehmen. Partizipation, Selbstwirksamkeit und Demokratiebildung würden im pädagogischen Alltag erfahrbar, wenn Kinder erleben: „Meine Meinung zählt.“

Auch die Absolvent*innen der Heilerziehungspflege und Heilerziehungspflegehilfe erhielten einen klaren Impuls für ihren weiteren Weg. Unter dem Leitwort „Genauer“ ermutigte Kaller sie, Menschen aufmerksam wahrzunehmen und über Diagnosen, Einschränkungen oder erste Eindrücke hinauszublicken. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit stehe stets der Mensch in seiner Einzigartigkeit. Anhand der bekannten Seestern-Parabel verdeutlichte sie, wie bedeutsam auch kleine Gesten und alltägliche Unterstützung für einzelne Menschen sein können.

Musikalische Beiträge und persönlicher Rückblick
Die Abschlussfeiern wurden von abwechslungsreichen Beiträgen der Studierenden und Schüler*innen gestaltet. Bei der Fachakademie für Sozialpädagogik sorgten die Klassen FAKS 25 A und FAKS 25 B mit Liedern wie u.a. „Count on Me“ von Bruno Mars für den musikalischen Rahmen.

Die Abschlussveranstaltung der Heilerziehungspflege und Heilerziehungspflegehilfe wurde unter anderem durch ein eigens entwickeltes GGSD-Quiz, musikalische Beiträge sowie Reden der Absolvent*innen bereichert. Auch die Klassenleitungen würdigten die Leistungen der Absolvent*innen im Rahmen der Zeugnisübergaben.

Gefragte Fachkräfte für Bildung, Teilhabe und Inklusion
Mit ihren Abschlüssen starten die Absolventinnen nun in Berufsfelder, in denen qualifizierte Fachkräfte dringend gebraucht werden. Erzieherinnen begleiten Kinder und Jugendliche auf ihrem Bildungsweg und fördern deren Entwicklung in Kitas, Horten, Einrichtungen der Jugendhilfe oder Ganztagsangeboten. Heilerziehungspflegerinnen und Heilerziehungspflegehelferinnen unterstützen Menschen mit Behinderung bei Teilhabe, Selbstbestimmung und einem möglichst selbstständigen Leben. Diese Tätigkeiten leisten einen wichtigen Beitrag für eine inklusive und demokratische Gesellschaft.

Beim anschließenden gemeinsamen Anstoßen klang ein besonderer Tag in festlicher Atmosphäre aus. Für die Absolvent*innen markierte er zugleich das Ende einer erfolgreichen Ausbildungszeit und den Beginn eines neuen beruflichen Kapitels. Denn aus jeder Ziellinie wird irgendwann eine Startlinie.