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Berater*in Vorsorge und Patientenverfügung

Wie Sie versiert Beratungsgespräche und Infoveranstaltungen durchführen können

Was bedrängt Menschen, wenn sie an ihr eigenes Sterben denken? In den regelmäßig wiederholten Umfragen des Deutschen Hospizund Palliativverbandes wird an erster Stelle genannt: „Hilflos der Apparatemedizin ausgeliefert zu sein“. Wie können wir vorsorglich eine Brücke schlagen in eine Zeit und in Situationen, in denen wir nicht mehr unseren Willen direkt bilden oder verständlich äußern können? Hier gibt es zwei hilfreiche Instrumente. Patientenverfügungen können Botschaften meines Willens formulieren. Vorsorgevollmachten können Menschen meines Vertrauens als meine „Botschafter*innen“ autorisieren.
Die Dokumente schützen nicht nur uns selbst, sondern helfen auch den Menschen, die Behandlungsentscheidungen verantworten müssen. Und sie befördern das Gespräch über die Fragen des Lebens. Das sogenannte Patientenverfügungsgesetz (2009) goss die bisherige Rechtsprechung zur Patientenverfügung in einen gesetzlichen Rahmen. Trotzdem bleiben Unsicherheiten bei medizinischen, juristischen, ethischen und kommunikativen Fragen. Außerdem kursieren eine verwirrende Vielzahl unterschiedlicher Dokumente mit oft fragwürdigen, ja gefährlichen oder unwirksamen Formulierungen. Nur in irgendeinem Formular einsam etwas anzukreuzen, ist zu wenig.
Hilfreich für die spätere Stabilität dieser „Brücke meines Willens“ sind das Gespräch, die persönliche Wertklärung, die Wahl bewährter Dokumente und das Wissen um die Formulierungen.

Allgemeine Infos

Dauer: 24 UE Theorie
Kosten (Online-Seminar): 590 €
Kosten (Präsenz-Seminar): 675 €

Inhalte der Fortbildung

Das Seminar ermöglicht Ihnen,

  • Sicherheit zu rechtlichen und medizinischen Aspekten zu gewinnen und „typische Fragen“ zu diskutieren.
  • einen kommunikativen Leitfaden und bewährte Dokumente für Informationsgespräche flexibel zu nutzen und entscheidende Punkte in ihrer Bedeutung gut verständlich zu „übersetzen“.
  • didaktische Varianten unterschiedlicher Info-Veranstaltungen für Ihre eigene Planung zu erhalten und unterstützende Medien zu begutachten.
  • sich intensiv über Übungen auf Klärungsgespräche zur Vorsorge und auf damit verbundene Fragen vorzubereiten.
  • eigene Werte und Vorstellungen als persönliches Fundament einer reflektierten Beratertätigkeit zu klären.

Der Kurs folgt dem Modell „Beraterschulung Patientenverfügung“ des Bayerischen Hospiz- und Palliativverbandes e.V..

Zielgruppe

Leitungskräfte und Mitarbeitende in der Alten-, Behinderten- und Hospizarbeit, Sozialdienste in Krankenhäusern, Ärzt/innen, Seelsorger/innen, Mitarbeitende in kommunalen Beratungsstellen, Rettungskräfte und Finanzdienstleister.

Mehr Informationen und Kontakt zu den Standorten erhalten Sie hier: