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Interview zum Jubiläumsjahr mit Claudia Hartmann


04. November 2025
„Hier arbeiten Menschen, die anpacken.“
„Die GGSD wirkt auf mich klar ziel- und wachstumsorientiert sowie kompromisslos qualitätsbewusst.“

Claudia Hartmann

Gymnastik- und Sportlehrerin in Coburg (Fachakademie) und Vierzehnheiligen (SFW). Bei der GGSD seit 09/1992, davor (1991 bis 1992) Honorartätigkeit beim Bildungswerk der DAG

Stärken: breite Praxis in Motopädagogik/ Psychomotorik, Kinaesthetics, und Gesundheitsförderung kombiniert mit pädagogischer Lehrerfahrung. Zusatzzertifikate u. a. persolog, Birkenbihl, dakp sowie Erfahrung in der Entwicklung von Lehrermodulen, SFW-Angeboten und Gesundheitstagen.

Haltung: „bewegen – begleiten – begeistern“: Bewegung vor Leistung, alle mitnehmen - wertschätzend, inklusiv, ressourcenorientiert. Hoher Qualitätsanspruch, Freude am Lehren, Offenheit für Ideen und Bereitschaft, Verantwortung zu tragen.

Ziel: Lernende optimal und inklusiv auf ihre Handlungsfelder vorbereiten und Angebote praxisnah sowie digital-hybrid weiterentwickeln. Mitarbeitende stärken, begleiten und begeistern – für stabile, nachhaltige Qualität, Wachstum und Freude am Lehren und Lernen.

Werdegang bzw. eigene Bildung (zum Teil eigenfinanziert, zum Teil GGSD-finanziert: 1998 Zusatzqualifikation Motopädagogik (akM); 2001 MH Kinaesthetics Grundkurs-Trainerin; 2008 MH Kinaesthetics Aufbaukurs-Trainerin; 2008 MH Trainerin für AbiA (Alltagsbewegung); 2008 Nordic Walking Trainerin und Therapeutin; 2012 Zertifizierung zum persolog Persönlichkeitsmodell; 2016 – Birkenbihl Practitioner; 2018 Lehrqualifikation „Psychomotorik“ (dakp); 2020 Zertifizierung zum persolog Resilienz-Modell; 2021 Zertifizierung zum persolog Selbstführungs-Modell; 2021 Zertifizierung zum persolog Persönlichkeitsmodell (Refresher + „Schwierige Diagramme sicher interpretieren“); 2025 Qualifikation: Prozessbegleitung Psychomotorische Organisation (dakp)

Entwicklung von Bildungsangeboten:

  • Entwicklung der Fortbildungsreihe für Lehrkräfte mit Ute Kick (Start in Coburg, dann Nürnberg, dann Vierzehnheiligen)
  • Verschieden Bildungsangebote für SFW – (Praxisanleiter, Kinaesthetics Grund- und Aufbaukurse, methodisch-didaktische Fortbildungen für andere Träger, Themen aus den Bereichen Lehre, Bewegung, Gesund nach Anfrage – individualisierte Themen
  • Gesundheitstage für GGSD-Mitarbeitende

Was war Ihr erster Eindruck von der GGSD?

Hier arbeiten Menschen, die anpacken. Mit spürbarer Berufsmotivation, hohem Anspruch an sich selbst und an Unterricht, immer mit dem Ziel, Lernende bestmöglich für ihr künftiges Handlungsfeld zu qualifizieren. Diese Professionalität geht einher mit Begeisterung für den Beruf, die auf die Teilnehmenden überspringt. Zugleich erlebte ich große Offenheit: für Menschen, für Ideen und für deren konsequente Umsetzung, verbunden mit der Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Insgesamt wirkte die GGSD auf mich klar ziel- und wachstumsorientiert sowie kompromisslos qualitätsbewusst. Damals wie heute.

Welchen beruflichen Weg sind Sie bei der GGSD gegangen?

Zu Beginn habe ich an der damaligen Fachschule für Altenpflege Praxis- und Methodenlehre und Gymnastik/Bewegung unterrichtet und die Schülerinnen und Schüler in den Einrichtungen mit Blick auf methodische Gesichtspunkte begleitet. Mit der Angliederung der Berufsfachschule Sozialpflege übernahm ich den Berufsschulsport in den Jahrgangsstufen 10 und 11, bereits damals aus psychomotorischer Perspektive: Bewegung vor Leistung, alle mitnehmen. Gemeinsam mit Ute Kick entwickelte ich anschließend die Lehrermodul-Reihe, die ich später mit Frau Zanker in unterschiedlichen Formaten umsetzte und weiterentwickelte – von Kompakt-Modulen über Angebote für andere Träger bis hin zu Hybrid-Modulen. Nach meiner Kinaesthetics-Trainer*innen-Ausbildung gab ich Grund- und Aufbaukurse innerhalb der GGSD und bei externen Trägern in Pflege, Heilpädagogik und Pädagogik. An der GGSD Fachakademie für Sozialpädagogik Coburg verantworte ich seit 2009 die Bewegungspädagogik; zudem leite ich seit mehreren Schuljahren die Übung Psychomotorik I und II.

Was hat sich Ihrer Meinung nach in den letzten Jahren besonders verändert?

Am Standort Coburg hat sich das Angebot vom Bereich Pflegeberufe – Fachschule für Altenpflege und Altenpflegehilfe sowie Berufsfachschule Sozialpflege – deutlich erweitert um heilpädagogische und pädagogische Ausbildungen (HEP, FAKS). Beeindruckend ist die Vielfalt an Angeboten: unterschiedliche Ausbildungsberufe, klare Berufswege sowie umfangreiche Fort- und Weiterbildungen. Ebenso spürbar gewachsen sind die Zahl der Standorte, die Bandbreite der Ausbildungs- und Fortbildungsangebote und die Größe der Teams in Schule und Verwaltung.

Was schätzen Sie an Ihrer Arbeit bei der GGSD?

Ich schätze den Freiraum zur Gestaltung innerhalb eines klaren Rahmens, sei es in der Unterrichtsgestaltung oder in der Entwicklung und Umsetzung von Bildungsangeboten im SFW, passgenau zu Anfragen und Bedarfen. „Fördern und Fordern“ ist dabei gelebte Praxis: Ich erhalte Unterstützung bei eigenen Entwicklungs- und Bildungsthemen und kann neue Erkenntnisse unmittelbar in Unterricht und Fortbildung einfließen lassen. Besonders wertvoll ist die Kollegialität – im großen Ganzen und in den Kleinteams – sowie die Möglichkeit, in verschiedenen Bereichen Ideen und Impulse einzubringen und Verantwortung zu übernehmen.

Gibt es ein Erlebnis oder einen Moment, der für Sie besonders prägend war – positiv, herausfordernd oder einfach typisch GGSD?

Eine Situation aus meinen Anfangsjahren, die sich im Lehrerzimmer mit Ute Kick, meiner damaligen Schulleiterin in Coburg, abgespielt hat: Einige neue Kolleg*innen kamen unzufrieden und frustriert aus den Kursen in Dillingen zurück. Daraufhin sagte Ute Kick entschlossen: „Das machen wir jetzt selber. Das machst du! – Du kannst das!“ Ich war mir nicht sicher, ob ich das tatsächlich konnte, aber zu widersprechen oder abzulehnen war keine Option.

Was wünschen Sie der GGSD für die kommenden Jahre?

Für die kommenden Jahre wünsche ich der GGSD, dass sie ihre erfolgreiche Bildungsarbeit mit klarem Kompass fortsetzt - getragen von Stabilität und nachhaltiger Entwicklung. Der größte Schatz des Unternehmens, die Mitarbeitenden, möge dabei aufmerksam im Blick bleiben: wertgeschätzt, gefördert und gut begleitet. Und vor allem: dass Freude und Begeisterung am Lehren und Lernen spürbar bleiben als Motor für Qualität und Wachstum.