In Porto trafen sich kürzlich Pädagoginnen und Pädagogen aus ganz Europa, um sich intensiv mit dem Thema „Förderung des Wohlbefindens und der psychischen Gesundheit von Schülern in Schulen: Strategien für Lehrer und pädagogisches Personal“ auseinanderzusetzen. Die Veranstaltung fand vom 3. bis 9. August 2025 statt. Carolin Gareis, stellvertretende Schulleitung der Berufsfachschule für Ergotherapie Bayreuth, war im Rahmen von Erasmus+ mit dabei und gibt Einblicke in ihre Erfahrungen:
"Der Titel des Kurses lautete im Original >A classroom that cares: building mental health support in schools<. Der englischsprachige Kurs diente dem Verständnis, der Unterstützung und der Stärkung des Wohlbefindens im Klassenzimmer. Das hat mich interessiert, denn die psychische Gesundheit von Schülern in Schulen war noch nie so wichtig wie heute. Lehrer sind oft die ersten, die bemerken, wenn ein Schüler Probleme hat. Und zu wissen, wie man darauf reagiert, kann einen großen Unterschied machen.
Unsere Gruppe vereinte eine Vielzahl unterschiedlicher Erfahrungen und Hintergründe, die Teilnehmenden kamen aus Polen, Tschechische Republik, Österreich, Slowakei, Italien, Deutschland, Griechenland und Spanien.
Die Woche begann mit einer Vorstellungsrunde und einem Überblick über psychische Gesundheit und Wohlbefinden in Schulen. Dabei wurde untersucht, was diese Begriffe bedeuten, warum sie wichtig sind und wie sie sich sowohl auf das Lernen als auch auf Beziehungen auswirken.
Wir analysierten und tauschten uns darüber aus, wie man das Bewusstsein in der Schulgemeinschaft schärfen, frühe Anzeichen von Schwierigkeiten erkennen und eine Kultur aufbauen kann, die Offenheit und Unterstützung wertschätzt.
In den Sitzungen unter der Woche wurden Achtsamkeits- und sensorische Aktivitäten vorgestellt, wobei Zeit im Freien verbracht wurde, um zu erleben, wie sich kleine Veränderungen in der Umgebung und der Konzentration positiv auf die Stimmung und Konzentration auswirken können. Die Teilnehmer diskutierten auch, wie Achtsamkeit den Schülern helfen kann, ihre Emotionen zu regulieren und Stress während des Schultages abzubauen.
Im weiteren Verlauf verlagerte sich der Schwerpunkt auf emotionale Intelligenz – das Verstehen der eigenen Emotionen und der Emotionen anderer und die Nutzung dieses Bewusstseins zum Aufbau von Vertrauen, Empathie und stärkeren Beziehungen im Klassenzimmer. In den letzten Sitzungen wurden kognitive und verhaltensbezogene Strategien behandelt, die den Teilnehmern praktische Werkzeuge an die Hand gaben, die sie an verschiedene Altersgruppen und Lernkontexte anpassen konnten.
Die drei gemeinsamen Abendessen und weiteren kulturellen Ausflüge und Aktivitäten gaben viel Raum zum Kennenlernen und Austauschen.“