Am Freitag, 16. Mai 2025, feierte das GGSD Bildungszentrum Bayreuth das 40-jährige Bestehen der Berufsfachschule für Ergotherapie und der Fachschule für Heilerziehungspflege. Etwa 75 Gäste nahmen an der Jubiläumsveranstaltung teil.
Nach einem kurzen Get-together eröffnete ein Festakt die Veranstaltung. Oberbürgermeister Thomas Ebersberger und Landrat Florian Wiedemann würdigten in ihren Grußworten die Bedeutung beider Berufsgruppen und hoben deren zentrale Rolle in unserer Gesellschaft hervor. Tobias Grad, Fachreferent für Berufliche Schulen bei der GGSD, sowie die beiden Schulleitungen blickten auf die Entwicklung der Schulen zurück.
Wolfgang Bertelmann, Schulleiter der Berufsfachschule für Ergotherapie, betonte: „40 Jahre Ausbildung in einem Berufsfeld, das Menschen in ihrer Selbstständigkeit unterstützt – das ist nicht nur ein Grund zu feiern, sondern auch ein Auftrag, mit Engagement und Offenheit in die Zukunft zu blicken.“
Silke Heming, Schulleiterin der Fachschule für Heilerziehungspflege, hob das gemeinsame Wirken hervor: „Unsere Arbeit lebt vom Miteinander – und das spiegelt sich nicht nur im Berufsbild wider, sondern auch im Schulalltag. Dieses Jubiläum ist ein Moment der Wertschätzung für alle, die diesen Weg mitgestaltet haben und weiterhin mitgestalten.“
Inhaltlich haben sich beide Ausbildungsgänge über die Jahrzehnte mehrfach gewandelt. Heute stehen Praxisnähe und Zukunftsorientierung im Mittelpunkt. Die Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin bzw. zum Heilerziehungspfleger wird aktuell reformiert und am Standort Bayreuth ab dem Schuljahr 26/27 praxisintegriert angeboten – mit Vergütung durch die Einrichtungen. Das neue Heilerziehungspflegerische Einführungsjahr, Start im nächsten Schuljahr, schafft zudem einen niedrigschwelligen Zugang zum Berufsfeld. In der Ergotherapie-Ausbildung gewinnen insbesondere das interdisziplinäre Arbeiten und eine internationale Perspektive zunehmend an Bedeutung.
Zwei musikalische Beiträge von Teilnehmenden, die bekannte Lieder („Hallelujah“ und „Marmor, Stein und Eisen bricht“) mit neuen, thematisch passenden Texten interpretierten, sorgten für besondere Akzente und kamen beim Publikum sehr gut an.
Die Atmosphäre zu Beginn war spürbar konzentriert – der Bedeutung des Anlasses entsprechend. Doch die Stimmung lockerte sich zusehends: Die Beiträge liefen reibungslos, das Programm war stimmig, und es entwickelte sich eine offene und gelöste Feierlaune.
Im Anschluss an den Festakt bot ein gemeinsames Buffet Gelegenheit zum Austausch. Besonders das aktive Einbeziehen der Teilnehmenden wurde im Feedback vielfach positiv hervorgehoben. Die rundum gelungene Veranstaltung war das Ergebnis einer sorgfältigen Vorbereitung und einer engen Zusammenarbeit aller Beteiligten.
Fotos: Günther Heil