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In Gedenken an Anne Frank


28. Juli 2025

„Wie schön ist es, dass niemand einen Moment warten muss, um die Welt zu verbessern.“ (Anne Frank)

Das SEJ 24A und die Hep 24_3 haben dieses Jahr wieder am Anne Frank Tag teilgenommen. Beteiligt daran waren 720 Schulen und über 100.000 Schüler*innen aus dem gesamten Bundesgebiet – so viele wie noch nie zuvor.

Unterstützung bekamen wir durch das Anne Frank Haus und das Anne Frank Zentrum. Seit 2017 gibt es eine eigens für diesen Tag produzierte Anne Frank Zeitschrift, die die jeweiligen Schulen, die sich daran beteiligen, für die Schüler*innen zugeschickt bekommen.

In Stationenarbeit näherten sich die beiden Klassen dem diesjährigen Motto des Anne Frank Tages an: FREIHEIT. Was ist eigentlich Freiheit und wie unterschiedlich kann diese für jede*n aussehen? Wie sah Freiheit für Anne Frank aus?


„Ich sehne mich so... ich sehne mich so nach allem... Nach Reden, nach Freiheit, nach Freunden, nach guten Neuigkeiten!“ – so schrieb sie einst in ihr Tagebuch.


In einer weiteren Station begegneten die Schüler*innen der Überlebenden Rozette Kats anhand des Kinderbuchs „Damals hieß ich Rita“. Als Baby wurde sie von einer deutschen Familie aufgenommen, die sie als ihre Nichte ausgab. Erst kurz vor ihrer Einschulung, nach der Befreiung 1945, erfuhr sie, dass ihre leiblichen Eltern jüdisch waren und im Konzentrationslager ermordet wurden – und dass sie nicht Rita, sondern Rozette hieß. 

Zusätzlich zur Version für Kinder gab es eine weitere Station mit dem Interview der Schriftstellerin Kats in der Anne Frank Zeitung, in der sich die Schüler*innen mit Rozette Kats Aussage über die aktuell herrschenden Kriege in Verbindung mit dem Thema Freiheit auseinandergesetzt haben.


„Ich lebe in Freiheit und ich bin darüber sehr froh. Freiheit bedeutet, seine Meinung laut aussprechen, demonstrieren und protestieren zu können. […] Seit dem Zweiten Weltkrieg ist kein Tag vergangen, an dem nicht irgendwo auf der Welt Krieg herrschte. Wegen dieser Kriege müssen viele Menschen flüchten, und die negative Haltung etlicher Regierungen Geflüchteten gegenüber finde ich schrecklich.“ 
(Rozette Kats im Interview für die Anne Frank Zeitung des Anne Frank Tags, S. 13)


Nach der Lektüre und der Auseinandersetzung mit dem Interview von Frau Kats reflektierten die Schüler*innen, was Freiheit für sie ganz persönlich bedeutet. Auch nächstes Jahr werden wir wieder Anne Frank gedenken und dazu beitragen, dass sie niemals in Vergessenheit gerät. Denn #niewiederistjetzt.