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„So stellt man sich eine Wunsch-Einrichtung vor!“ - Besuch der Förderstätte der Lebenshilfe in Spardorf


28. Februar 2023

Der Oberkurs der GGSD Fachschule für Heilerziehungspflege Herzogenaurach besuchte am 14. Februar 2023 die Förderstätte der Lebenshilfe in Spardorf. Einrichtungsleiterin Heike Zitzelsberger begrüßte die Schüler*innen und den stellvertretenden Schulleiter Holger Lieb und gab zu Beginn einen Überblick über Ziele, Arbeitsweise und Ausstattung der Förderstätte. Im Anschluss führte sie durch die Einrichtung. Danach hatten die Gäste die Gelegenheit, in einzelnen Gruppen zu hospitieren.


Die angehenden Heilerziehungspfleger*innen waren beeindruckt von den modernen, hellen und bestens ausgestatteten Räumlichkeiten. Besonders angetan zeigten sie sich von der individuellen Betreuung und der positiven Atmosphäre – in allen Gruppenräumen und auch in den Fluren war viel Sorgfalt, Kreativität und Lebensfreude zu spüren. Das ist sicher ein Verdienst des gut aufeinander abgestimmten und motivierten Teams, aber auch Ausdruck der optimalen Bedingungen, unter denen hier gearbeitet werden kann. Eine Tafel nennt gleich am Eingang die Sponsoren und Förderer, was zeigt, dass die Förderstätte von der Stadtgesellschaft nicht nur willkommen geheißen, sondern auch tatkräftig unterstützt wird. „Seit unserem Umzug können wir unter optimalen Bedingungen arbeiten – immer natürlich zugunsten der uns anvertrauten Menschen. Dementsprechend groß ist die Nachfrage. Unsere Einrichtung ist begehrt. Dass man sich bei uns wohlfühlt und individuell gefördert wird, hat sich schnell herumgesprochen“, berichtet Einrichtungsleiterin Heike Zitzelsberger.

Die angemieteten Räumlichkeiten der 2021 eröffneten Förderstätte wurden rundum bedarfsgerecht gestaltet. Von einem stimmigen Farbkonzept über moderne und umfangreiche behindertengerechte Ausstattung bis hin zu einem Personalschlüssel in den Gruppen von 1:3.  In einem multiprofessionellen Team arbeiten Fachkräfte der Heilerziehungspflege, Ergotherapie, Sozialpädagogik, Altenpflege und Sozialpflege sowie Alltagsbetreuer*innen mit WfbM-Platz. Darüber hinaus werden externe Logo-, Physio- und Ergotherapeut*innen eingebunden.

Bei der Führung durch die Einrichtung lernten die Schüler*innen die Bewohner*innen und Mitarbeiter*innen kennen und bekamen einen Eindruck vom Tagesablauf. Alle Gruppenräume wurden besucht, die Fachkräfte stellten dabei ihre jeweiligen Schwerpunkte und Aufgabengebiete vor. Überall gab es Inspirationen durch nützliche und originelle Hilfsmittel, besonders im Bereich der „Unterstützten Kommunikation“. Highlights waren ein interaktiver Boden-Projektor, die beleuchteten Zeit-Tafeln, die Töpferwerkstatt und der Snoezelen Raum.

Das durchdachte und ganzheitliche Konzept der Förderstätte zeigt sich auch auf deren Website, in der sich die Einrichtung in einfacher Sprache  vorstellt – hier ein Auszug daraus: „Die Förder-Stätte gehört zu den Regnitz-Werkstätten. Sie hat fünf Gruppen. Es gibt 44 Plätze. Sie ist in Spardorf, das ist eine Gemeinde im Nord-Osten von Erlangen. In der Förder-Stätte wird nicht gearbeitet. Es geht darum andere Leute zu treffen und Abwechslung zu haben. Die Gruppen machen viele verschiedene Sachen. Mit-Bestimmung ist dabei sehr wichtig. Jeder soll so viel selbst machen, wie er kann. Der Bezirk zahlt die Kosten für die Förder-Stätte und für den Fahr-Dienst.
Die Förder-Stätte ist von Montag bis Freitag geöffnet. In jeder Gruppe werden gemeinsam Sachen gemacht: Es wird gemeinsam gegessen und geredet. Es wird gemeinsam an etwas gearbeitet. Man verbringt eine gute Zeit mit einander und kann Freundschaften pflegen. Außerdem gibt es Spaziergänge und Ausflüge. Dabei soll jeder möglichst viel selbst machen und bestimmen.

Man ist nicht die ganze Zeit in seiner Gruppe. Es gibt auch Angebote, die man besuchen kann: Zum Beispiel die Leserunde oder Schwimmen gehen. Manche brauchen viel Pflege oder Therapie. Manche wollen einfach mal was alleine machen. Manche üben, damit sie später in der Werkstatt arbeiten können. Alles das ist in der Förderstätte möglich.

Wichtig ist, dass sich alle wohl fühlen. Das Team möchte eine gute Arbeit machen. Es wird immer wieder mit jedem besprochen, was er oder sie in der Förder-Stätte erreichen will. Dies wird im Teilhabe-Plan aufgeschrieben. Bei manchen Zielen hilft es, wenn die Förder-Stätte mit der Familie oder der Wohn-Stätte redet. Man kann sich gegenseitig unterstützen und gemeinsam aufpassen, dass es der Person gut geht.“

Mehr zur Informationen zur Förderstätte der Lebenshilfe in Spardorf erhalten Sie hier.