Die Ingolstädter Schulleiterin Monika Mußemann-Lell berichtet von einem inspirierenden Erasmus-Kurs, an dem sie vom 01.12. – 05.12.2025 in Puerto de la Cruz auf Teneriffa teilgenommen hat:
NeuroTraining – Stress abbauen, mentale Kraft und Potenzial entfalten
Schon am ersten Kurstag tauchten wir – sieben Lehrkräfte aus verschiedenen Bundesländern – gemeinsam mit unserem Trainer und Coach in die faszinierende Welt der Neuroplastizität ein. Wir stellten uns gleich zu Beginn zentrale Fragen: Wie entsteht Stress? Welche uralten Mechanismen laufen in unserem Gehirn ab, wenn es unter Druck gerät?
Wir lernten schnell: Unser Gehirn ist trainierbar. Neue Bewegungen lassen Neuronen feuern, und es können tausende neue Verbindungen entstehen. Dazu machten wir Jonglierübungen – was für eine Herausforderung. Der Tag endete mit einem entspannten Ausflug in den Botanischen Garten.
Tag 2: Ein Blick ins Klassenzimmer
Am zweiten Tag ging es darum, wie wir im Unterricht kleine Einheiten einbauen können, die das Gedächtnis stärken und den „Alarmzustand“ des Gehirns senken. Denn nur wer nicht im Alarmmodus ist, kann wirklich lernen. Wir beschäftigten uns mit der Verarbeitung und Bewertung von Informationen und Reizen. Und ja: Man kann tatsächlich von „Hirnschäden durch Bequemlichkeit“ sprechen – denn was nicht genutzt wird, baut ab. Also: raus aus der Komfortzone.
Tag 3: Burnout verstehen und vorbeugen
Wie erkenne ich den Burnout-Zyklus – und wie komme ich rechtzeitig raus? Wir überprüften unser eigenes Stresslevel und übten Strategien, die sofort anwendbar sind: Atemtechniken, Koordinationsübungen, Bewertungsübungen.
Ziel war immer wieder: raus aus dem Alarmzustand, rein in die Gelassenheit. Ein Highlight war das Gedächtnistraining in der Natur. Dazu machten wir einen Ausflug auf das Plateau des Teide, 2.356 Meter über dem Meer – über den Wolken, unter strahlend blauem Himmel.
Tag 4: Entwicklung und Transformation
Wo stehe ich? Wo will ich hin? Wir entwickelten einen inneren Visionsfilm, arbeiteten an Soft Skills und erprobten Umsetzungsmöglichkeiten für den Alltag. Natürlich gehörten auch heute wieder Jonglieren, Ballspiele und Koordinationsübungen in der Sonne dazu. Bewegung ist und bleibt ein Schlüssel zu mentaler Stärke.
Der letzte Tag: Werkzeuge für den Alltag
Zum Abschluss bekamen wir praktische Tools an die Hand, um Stresslevel zu messen, Situationen zu bewerten und bewusst zu verändern. Transformation in positive Energie und eine neue Sichtweise – das war unser Ziel.
Am Ende fühlten sich alle Teilnehmenden entspannter, energiegeladener und inspiriert. Eine harmonische Gruppe, ein Trainer, der uns ermutigte, ohne Bewertung auf unser Tun zu blicken – und es einfach wirken zu lassen.
Alles in allem war es eine absolut empfehlenswerte Erasmus+-Fortbildung: voller Erkenntnisse, Bewegung und Sonne.
Text und Bilder: Monika Mußemann-Lell